Die neue Formel-E(i) Rennstrecke

In den letzten Wochen war das Wetter recht angenehm und die Temperaturen im erträglichen Bereich. Das hat unsere Wildtiere offenbar zu übermütigem Verhalten angestachelt und seit ein paar Tagen haben wir eine neue Rennstrecke “Formel-E(i)” auf unserem Grundstück.

Star des Rennens:

Leider gibt es keine Bilder von Verfolgungsrennen selber, denn bis ich mit meiner Kamera bereit gewesen wäre, war das Rennen bereits wieder vorbei oder mangels Konkurrenten abgebrochen worden.

Es begann mit einem bedeutenden Rascheln im Unterholz unterhalb der Terrasse, als zwei Eichhörnchen in rasantem Galopp hintereinander durch Gras sprangen. In wildem Zickzack über die Zufahrtsstrasse runter zum Eingangstor, dann rechtsumkehrt und wieder die Strasse hoch, den nächsten Baum hoch und gleich wieder kopfüber den Stamm runter, quer über die Steine, durchs hohe Gras und unter die Feuerholzstapel. Sofort wieder auf der anderen Seite heraus und quer über den Weg zum Wendeplatz, unter der Tanne hindurch und quer durch die Lachsbeeren. Zieleinlauf!

Zuerst dachte ich an ein einmaliges Ereignis, doch das Formel-E(i) Rennen wurde täglich wiederholt – fast eine Woche lang.

Hier Hase und Eichhörnchen nahe beieinander. Das Hörnchen verschwindet 2 Sekunden später unter der Tanne.

Nun hören wir die Hörnchen im Wald herumalbern oder sehen sie nur einzeln auf den Bäumen. Vermutlich sind eine längere Bio-Erholungsphase  oder ein Krallenwechsel nötig. Die Resultate des Rennens werden dann vermutlich in 35-38 Tagen bekanntgegeben. Dann dauert es eine Weile und man wird die Kandidaten der neuen Rennsaison bestaunen können.

Ja genau: Ein junges Eichhörnchen (Auflösung aus dem Bilderrätsel des letzten Eintrags)!

Die zahlreichen Waldbrände in British Columbia haben unsere Lebensqualität erneut eingeschränkt.

Abends um 17:00 herrscht “Weltuntergangsstimmung”, die Rauchschwaden treiben langsam gegen die Bergflanken des Horsfly-Mountain. Der Rauch wird immer dichter und über Nacht legt sich ein Rauchdeckel über die Gegend. Die Waldbrände im Fraser-Valley und weiter oben bei der Ortschaft Clinton hinterlassen ihre Spuren. Anfänglich Wurden die Feuer vernachlässigt und einfacher zur Bekämpfung eingeschätzt. Jetzt haben sich diese Feuer in der Zwischenzeit rasch ausgeweitet und eine Fläche des Vierwaldstättersees erreicht (ca. 100 km2).

Teilweise werden die Flammen durch starke Winde (bis zu 60 km/h) zwischen 1-5 km pro Tag vorangetrieben. Bereits sind mehrere Ortschaften evakuiert worden und aktuell sind mehr als 1’400 Gebäude von den Feuern bedroht.

Auch unseren Hummingbirds (Kolibri) gefällt die schlechte Luft nicht und ein Teil der Vögelchen sind bereits weggeflogen. Ein Schnappschuss zeigt vier (4) Vögel gleichzeitig am Zuckerwasserglas.

Oder im Anflug darauf:

Die zahlreichen Hasen locken auch andere Tiere auf unser Grundstück:

Dieser Fuchs (oder ein Mischling zwischen Fuchs und Koyote) sucht sich gerade sein Abendessen. Leider musste er ohne Beute weiterziehen und ist wenige Minuten später durch den Zaun davongeschlichen.

Im Moment regnet es wieder und die Natur hier kann sich etwas erholen, bevor dann eine weitere Warmperiode beginnt. Hoffen wir, dass mit diesem Regen auch die Waldbrände eingedämmt werden und wegen der Blitzschläge nicht zahlreiche neue Feuer ausgelöst werden.

 

 

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