Eine Reise durch British Columbia (B.C.) – Tipps für Schweizer Abenteurer

Date:20. May 2017

Wenn Euere Reise in Calgary (Alberta) beginnt, dann lohnt es sich, wenn ihr den Jasper– und/oder den Banff-Nationalpark (NP) besucht. Eine herrliche und wunderschöne Gegend, die man am besten gleich zu Beginn der Reise bestaunen sollte. So erhält man einen besseren Eindruck über die herrliche Gebirgslandschaft der Rocky Mountains und von Canada und seinen vielfältigen Provinzen.

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Banff und Jasper sind besonders schöne Regionen. Um einen besseren Eindruck über die herrliche Gebirgslandschaft der Rocky Mountains und von Canada zu erlangen lohnt es sich, diese Nationalparks am besten zu Beginn einer Reise zu besuchen.

Aber Achtung:
Die Rockies sind nicht wie die Schweizer Alpen. Da gibt es keine Berghütten nach allen 4-5 Stunden und keine REGA, die Dich abholt, wenn Du Probleme hast. Mobiltelefone funktionieren in diesen Gebieten eher selten und Du solltest nie ohne Verpflegung und viel Wasser aufbrechen.

Vom <strong>Jasper NP</strong> lohnt sich die Weiterreise am besten über Tète Jaune Cache – Valemount – Clearwater nach Kamloops fortzusetzen. Die Route bietet einen herrlichen Ausblick auf die Berge, ist aber insgesamt nicht sehr interessant, weil nichts passiert ausser dass man Auto fährt.

Viel interessanter und schöner ist die Weiterreise vom Banff NP via Lake Louise – Golden – Revelstoke. Nach dem Banff NP ist der Yohoo National Park (vor dem Rogers Pass) eine der schönsten NP und man sollte unbedingt 2-3 Tage in diesem Gebiet verbringen. Über Golden reist man dann weiter. Der Rogers Pass selber ist ein Abenteuer wert => unbedingt das Museum oben auf dem Pass besuchen und sich über die Geschichte und die Entstehung des Passes und der Eisenbahnstrecke informieren. Tolle Sache!

Auf keinen Fall würde ich einen “Round-Trip” über Prince George und Williams Lake nach Vancouver machen. Für uns Schweizer ist das viel zu weit (ihr wärt praktisch  permanent im Wohnmobil unterwegs und hättet kaum noch Zeit, etwas anzuschauen oder 1-2 Tage am gleichen Ort zu bleiben).

An schönen Orten sollte man unbedingt Pausen einschalten und nicht jeden Tag weiterreisen und unterwegs sein!

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Auch der Glacier National Park beim Roger Pass ist sehr schön, häufig ist diese Gegend im Sommer etwas “überfüllt” und man hat dort nur sehr einfache Zeltplätze mit wenig Komfort und “Plumps-Klos” (ohne Dusche).

In Revelstoke sollte man unbedingt eine Pause einlegen, sich mit Frischwaren eindecken, den Mount Revelstoke NP besuchen (herrliche Aussicht!), den riesigen Staudamm besuchen (braucht mit Ausprobieren aller Physik-Experiemente mindestens 3 Stunden!) oder das Eisenbahn-Museum nach Trouvaillen durchstöbern (es hat welche!!). Dort hat es ein tolles Hallenbad mit Riesenrutschbahn etc. Da können sich die Kinder erholen, austoben und endlich wieder von Kopf bis Fuss waschen.

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Von Revelstoke aus könnt Ihr entweder via Nakusp (Fähren über den Upper und Lower Arrow Lake!) nach Kelowna ins Okanogan Valley weiterreisen oder via Salom Arms – Enderby in das “Tal der Fruchtbarkeit” reisen. Beide Wege sind schön, wobei ich gestehen muss, dass wir wegen Nakusp unsere Liebe zu Canada entdeckt haben. Dort gibt es auch öffentlich zugängliche heisse Quellen (seit der Indianerzeit bekannt), in denen man baden kann, hat weniger Touristen auf dieser Strecke und die Reise entlang des See’s ist herrlich. Es gibt unterwegs zahlreiche Übernachtungsgelegenheiten (State-Parks, Zeltplätze, Bed and Breakfast, Cabins, selten Motel’s).

Das Okanogan-Valley ist wie in der Schweiz das Tessin – warm bis heiss; voller frischer Früchte (Trauben, Äpfel, Pfirsiche) und viele, viele reiche Leute! Dort sieht man die schönsten Wohnmobils (ca. 400’000 Fr. das Stück).

Update von 2012:
In jüngster Zeit hat es verschiedentlich Meldungen über Einbrüche und Drogendelikte im Okanogan-Valley gegeben. Auch von Schiesserei, Schlägereien und Überfällen war die Rede.

Es wäre besser, vorsichtig und nicht nachlässig zu sein (Fahrzeuge abschliessen, keine Wertgegenstände offen/sichtbar im Fahrzeug liegen lassen. Ausweise am besten bei sich behalten, Jacken im Restaurant nicht in der Garderobe aufhängen.

Wichtige Tipps beim Fahren mit Wohnmobil/Trailer
Auf Bergstrecken sollte man nie mit Vollgas fahren oder den Motor zu fest beanspruchen. Lasst die vielen Canadier an Euch vorbeiziehen – die stehen dann sowieso weiter oben mit rauchenden Motoren rechts neben der Strasse.
Immer mit kleinen Gängen und nie zu schnell in steile Abfahrten hineinfahren, bei Diesel-Fahrzeugen unbedingt die Motorenbremse einsetzen.

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Warnung:
Glühende Bremsen sind bei Schweizern nicht selten der Fall -> das kostet normalweise bei einer Automiete extra und kann leicht mit 2’000 CAD verrechnet werden.
Aus dem Okanogan-Valley gibt es dann verschiedene Wege nach Hope und dann weiter nach Vancouver. Hier kann man die wilden Rockies mit seinen tiefen Schluchten, den hohen Bergen und den Abenteuer und Legenden hautnah erleben – eine tolle Gegend. In der Nähe von Hope (ein sehr passender Name für diese Stadt, nachdem man all die steilen Strassen durch die Rockies “überlebt” hat)gibt es noch eine alte Eisenbahnstrecke, auf der man entlang von Felsschluchten über Brücken und durch Tunnels wandern kann. Unbedingt sehenswert!

Von Hope ist es dann eher eine langweilige Fahrt durch die Ebene des Fraser-Valley nach Vancouver. Viele Leute, hektischer Verkehr, dichte Besiedlung aber teilweise schöne versteckte Orte wie z.B. die Harrison Hot Springs, Chilliwack, Mission.

Reiseplanung und Vorbereitungen
Die Reise sollte in Abschnitte unterteilt werden, während denen man reist/rast und Abschnitte, während denen man die Natur geniesst und gemütlich rastet (National-Parks, etc.).

Spezielle Tipps für Campers:
Immer beim Bezug eines Campingplatzes darauf achten, dass man bereits um die Mittagszeit dort ankommt, dann kann man einen Platz aussuchen, diesen registrieren oder reservieren lassen und dann die lokalen Sehenswürdigkeiten besuchen. Ab 16:00 kriegt man im Sommer keine guten oder gar keine freien Plätze mehr (ausser man würde alles im Voraus reservieren, was bedeutend mehr kostet und einem gezwungenermassen an einen fixen Reiseplan zwingt.

-> Wir haben immer “dynamisch” und nach den Ansprüchen der Kinder gehandelt. Wenn es uns gefallen hat, sind wir einfach länger an einem Ort geblieben und das hat immer geklappt oder wir haben erst an diesem Tag für den nächsten Tag reserviert.
-> Für uns Schweizer ist das bereits eine sehr grosse Reise, mit grossen Distanzen und viel Bergen.

Vancouver könnt Ihr dann zum Abschluss Euerer Reise noch besuchen. Die Stadt ist wunderbar, speziell das zentrale Hafengebiet nördlich der Altstadt. Reist auf jeden Fall nur mit dem Bus oder dem Zug nach Vancouver reisen, ja nicht mit dem Wohnmobil (das wäre die Hölle, nach all den Gebirgsstrassen und der Ruhe) und Ihr riskiert abgerissene Rückspiegel oder eine beschädigte Dachpartie, weil man zuwenig auf die Höhe des Fahrzeuges achtet!

Über eine Reise nach <strong>Vancouver Island</strong> berichten wir dann in einem anderen Beitrag.

Wir wünschen eine gute Reise und viele tolle Abenteuer mit wilden Tieren (die Bären-Story findet Ihr in diesem Blog-Eintrag) und an allen Orten tollen Aussichten auf diese herrliche Landschaft! Lest auch die anderen Blog-Einträge über unsere Erlebnisse mit den Wildtieren in Kanada. Zu finden unter “Blog – Canada Erlebnisse“. Dort findet ihr viele Hinweise und Tipps im Umgang mit den frei lebenden Tieren, welche Euren Weg kreuzen könnten.

Wer gerne eine persönliche Beratung und Tipps hätte, kann das Kontaktfomular ausfüllen und ein paar Fragen senden. Wir nehmen dann mit Euch Verbindung auf.

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