Vancouver Island

Date:29. Jul 2011

Schon lange habe ich Euch einen Artikel über Vancouver Island versprochen (siehe “Reisetipps“).

Hier nun also meine Reiseempfehlungen für diese wunderschöne Insel vor der Küste von B.C. (sie hat übrigens knapp die Grösse der Schweiz, damit man sich meine Empfehlungen und Beschreibungen auch etwas besser vorstellen kann)

Die Ostküste grenzt an die Meerenge von Georgia (Strait of Georgia) und ist über einen schmalen Durchgang (die Johnstone Strait) mit der nördlich gelegenen Queen Charlotte Meerenge (Queen Charlotte Strait) verbunden. Trotz den engen Wasserwegen gelangen auch grosse Kreuzfahrtenschiffe so einfach von Vancouver nach Prince Rupert und weiter nach Alaska – eine Reise, die sich (rein landschaftlich und vom Abenteuergehalt her) sehr lohnt.

Die Insel ist ungefähr 450 km lang und an ihrer breitesten Stelle knapp 100 km weit. Am südlichen Ende befindet sich die Hauptstadt der Provinz British Columbia – Victoria (nicht Vancouver).
Wie der Name sich auf die ehemalige englische Königin bezieht, so glaubt man sich dort auch in die entsprechende Zeit versetzt. Der kolonial-englische Stil der Stadt wurde im Zentrum weitgehend erhalten und sie wirkt, als stamme sie aus einer anderen Zeitperiode. Ein Besuch kann die einen von Euch sicher erfreuen (es gibt ausgiebige Shopping-Gelegenheiten), doch die Natur-Liebhaber können sich den Weg an die Südspitze getrost sparen und sich der wilden und teilweise auch herben Nordhälfte der Insel widmen.

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Wer von der Horseshoe-Bay (nördlich von Vancouver gelegen) mit der Fähre nach VI transportieren lässt, landet in der grossen Hafenstadt Nanaimo (ein indianischer Name). In nördlicher Richtung kann man nun auf der Highway 19 eine Reise bis nach Port Hardy beginnen, sich in Telegraph Cove einer Wale-Watching Tour anschliessen

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oder einfach die wunderschönen Zeltplätze entlang der Küste geniessen und über die Gezeiten staunen (das Wasser zieht sich am flachen Strand bei Ebbe teilweise bis zu 600 m zurück). Dann ist für Kinder die Zeit des “Muscheln-Erschreckens” gekommen (Details erzähle ich Euch gerne bei einem kühlen Bier oder einem Glas guten Wein).
Oder man kann sich in die Berge hinter der Küste zurückziehen, Mountain-Bike Touren machen, wandern oder von einem Hügel aus den Ausblick auf die gegenüberliegende Sunshine Coast und ihre hohen Schneeberge geniessen (die höchsten Bergspitzen haben den ganzen Sommer hindurch Schnee).

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Wenn man aber an die wild-herbe Westküste der Insel gelangen will, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als den ganzen Weg zurück nach Nanaimo zu machen, genauergesagt bis nach Parksville, ca. 15 km nördlich davon. Dort beginnt die einzige Querverbindung über die Insel, welche man auch mit Wohnwagen oder Wohnmobil “überstehen” kann. Die Strasse führt über eine Pass-ähnliche Strasse in die Gebirgskette hoch. Dort liegt der Zauberwald “Cathedral Grove”, ein Teil des Mac Millan Provincial Park bei Port Alberni.

Die Bäume wachsen dort in den Himmel und Kinder erscheinen neben einem Baumstamm dieser riesigen Zedern wie Puppen.

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In Port Alberni gibt es als Museum ein altes Sägewerk zu bestaunen, samt einer kleinen Dampfbahn und im Sommer einer lustigen Theateraufführung von Studenten, die die Geschichte des Leben der Holzfäller auf Vancouver Island als Musikal aufführen.

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Wenn man sich dann bis zur Westküste vorgewagt hat, packt einem das rauhe Pazifikwetter, mit mächtigen Stürmen, viel Wind, Nebel, Sonnenschein, Wolken und Regen (nicht genau diese Reihenfolge aber alles am gleichen Tag möglich). Hier könnt Ihr stunden-, ja sogar tagelang dem Sandstrand entlang wandern. Der Pacific Rim National Park zeigt sich dabei von einer wilden, schönen und verzaubernden Seite. Hier solltet Ihr ein paar Tage Ruhe einplanen und einfach immer wieder über die wunderbare Natur diese Insel staunen.

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Im Sommer kann es hier schon einmal ein bisschen “lebhaft” werden, wenn alle Touristen die Küstengebiete stürmen oder die wenigen Zeltplätze zwischen den Ortschaften Tofino und Ucluelet belagern. Doch oft kann man in der Nebensaison hier ganz alleine auf einem Felsen sitzen und in die Wellen des Pazifik starren.

In den kleinen Buchten zwischen den felsigen Teilen der Küste gibt es immer wieder Zugang zum Meer und seiner farbenprächtigen Tierwelt.

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Und wem das dann immer noch nicht genügt, der kann bei einem Spaziergang auf einem der zahlreichen Küstenwege die Launen der dortigen Natur bestaunen

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oder am Abend neben dem Leuchtturm dem Vollmond anbeten.

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Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis für Schweizer und ihren ersten Urlaub in Kanada, speziell in British Columbia:

Wenn Ihr für Eueren Aufenthalt auf Vancouver Island 2 Tage eingeplant habt, dann gehört Ihr schon bald in die Kategorie der hier bekannten Asien-Touristen (die in 2 1/2 Tagen von Luzern über Jungfrau Joch und Genf nach Bern und Zürich rasen und dann behaupten, sie hätten die Schweiz bereist). Sowenig könnt Ihr nach 2-3 Tagen Eueren “Daheimgebliebenen” erzählen, Ihr hättet Vancouver Island gesehen.

Wir haben insgesamt über 4 Wochen dort verbracht, haben Wale bestaunt, Berge bestiegen, Riesenbäume in “Kinder-Längen” vermessen (eine eigene Masseinheit unserer Familie), Muscheln gesucht (und auch gefunden) und haben trotzdem nur einen Bruchteil dieser Schönheiten gesehen. Es gäbe noch viel mehr Abendteuer auf dieser Insel zu erleben – sie ist ja auch 31’286 km2 gross und 450 km lang – eben fast so gross wie die Schweiz.

 

Wer gerne eine persönliche Beratung und Tipps hätte, kann das Kontaktfomular ausfüllen und uns ein paar Fragen mitteilen. Wir nehmen dann mit Euch Verbindung auf.

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