Urban-Gardening oder besser “End-of-the-Road Gardening”

Der Frühling hat auch hier begonnen. Das Eis auf dem See ist geschmolzen, die Schneeberge abgetaut und die Blumenpracht beginnt zu blühen, zumindest was den Löwenzahn betrifft: Alles in gelb getaucht!!

Die Hummeln haben begonnen, sich die Beine mit Blütenstaub vollzuladen und ein Zusammenstoss mit einer dieser riesigen Hummeln könnte durchaus schmerzhaft sein, doch das dumpfe Brummeln ist schon von weitem zu hören und so kann man rechtzeitig ausweichen.

Wir haben begonnen, unsere verschiedenen Samen auszubringen und zu sähen (ist mindestens ein Versuch wert):

Zwei Sorten Salat, Salbei und Basilikum. Die Gärtnerin in der nahen Pflanzung war schon früher bereit und so haben wir uns zusätzlich noch mit weiteren Setzlingen eingedeckt. Doch wohin mit all diesen Pflanzen?

Urban-Gardening haben wir kurzerhand etwas angepasst, ein “fast-so-hoches” Pflanzbett gebaut und die ganzen Gewürze dort reingesetzt. Noch ein Dach zum Schutz vor der Kälte der Nächte (es kann schon einmal knappe 5 Grad kalt werden) und fertig ist unser “End-of-the-road Gardening” Projekt.

Daneben haben wir ein wenig “Einfluss” beim Wachstum unseres neuen Waldes rund ums Haus genommen. Da wächst nun ein schöner kleiner Tannenwald heran, mit ca. 4 verschiedenen Sorten von Nadelgehölzen:

  • Rottanne
  • Weisstanne
  • Föhre
  • Douglasie

Die verschiedenen Bäumchen gedeihen prächtig (zumindest bis jetzt) und werden uns hoffentlich in ein paar Jahren einem kleinen Tannenwald bescheren.

Nun wird dieser kleine Wald sorgsam gepflegt, damit die Bäume den Ersatz für das Haselgestrüpp und die seltsamen “Poppels” bilden können. Poppels wachsen in der Regel rasch, sind ähnlich wie Birken, aber haben meinstens keine Äste mehr im unteren Bereich, sondern nur eine Baumkrone. Diese wiederum mag einem starken Wind nicht standhalten und so brechen die meisten Poppels auf unserem Grundstück in halber Höhe einfach ab (siehe Blog vom letzten Jahr). Da so ein Baum gerne mal 20-25 m hoch werden kann, bestünde die Chance, dass eine solche abbrechende Krone auf das Haus stürzen könnte. Bei einem Baumdurchmesser von 30-40 cm sind das dann doch eine Tonne Holz oder mehr, die so herunterstürzen. Tannen sind diesbezüglich gleichmässiger im Wachstum und haben hier meistens Äste bis unten.

Seit wir begonnen haben, unseren Holzsammelplatz umzugestalten und der Trailer für Reparaturen neben dem Haus parkiert wurde, haben wir das Murmeltier nur noch einmal gesehen. Seither ist es offenbar verschwunden, weil es ihm zu laut und zu umtriebig wurde.

Die Rehe hingegen kommen fast jeden Tag vorbei, essen das frische Gras, knabbern an ein paar Büschen oder jungen Bäumen und springen elegant mit einem Satz über den Stacherdrahtzaun (hoffentlich lernen das die Kühe nicht ebenso).

Auch eine Schwarzbären-Mutter mit zwei Jungen haben wir bereits vorbeiziehen sehen. Die Jungen sind wie Teddybären anzusehen, doch mit der Mutter sollte man sich derzeit besser nicht anlegen. Die kann derzeit ganz agressiv werden und ihre Jungen aufs Äusserste verteidigen. Also lassen wir diese Wildtiere in Ruhe und schauen ihnen aus sicherer Distanz einfach nur zu.

Frühling im Cariboo !!

 

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